Rede: Bundesmittel für Berlin als internationalen Wissenschaftsstandort nutzen!

Rede: Bundesmittel für Berlin als internationalen Wissenschaftsstandort nutzen!

Rede: Bundesmittel für Berlin als internationalen Wissenschaftsstandort nutzen!

Anja Schillhaneck (GRÜNE): Vielen Dank, Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe in diesem Haus schon die eine oder andere Debatte über Wissenschaftshaushalte, die Finanzierung unserer Hoch- schulen und Ähnliches miterlebt. Ich habe die Fachdebatte im Wissenschaftsausschuss als weitestgehend einvernehmlich und sachorientiert empfunden. Die einzigen, die sich dem entzogen haben, wurden durch meinen Vorredner repräsentiert. Kleiner Hinweis: Der Sinn und Zweck davon, eine Theologie an einer wissenschaftlichen Uni- versität anzusiedeln, ist, dass die Humboldt-Universität in diesem Fall die Oberhoheit über die Lehrinhalte hat. Ich weiß nicht, ob sich das schon zu Ihnen rumgesprochen hat.

[Daniel Wesener (GRÜNE): Hat es nicht!]

Sonst müsste man nämlich Theologien nicht an Universi- täten haben, wenn man es nicht auf diese Art organisieren wollte. Darum geht es.

[Beifall bei den GRÜNEN, der SPD und der LINKEN]

Dem, was hier vorgetragen worden ist, kann ich nur entnehmen: Eigentlich sind wir doch auf dem richtigen Weg, denn das, worüber man sich beschwert, ist, dass wir das, was in 15 und mehr Jahren allen Hochschulen – aber insbesondere den Universitäten – weggestrichen, heraus- gekürzt worden ist – ein Drittel aller Fachgebiete an den Universitäten mussten wir zwischendurch, nach dem Bankenskandal und der entsprechenden Schuldenlage, zusammenstreichen –, nicht innerhalb kurzer Zeit auffangen können.

Wenn ich mir anschaue, woher die Studierenden in dieser Stadt kommen – sie kommen von immer weiter weg, denn wir sind der Hochschul-, Wissenschafts- und Forschungsstandort, der sich auch in den nächsten Jahren nicht verstecken muss und in keiner Weise befürchten muss, in den Bewerberzahlen einzubrechen oder Probleme beim Gewinn höchstqualifizierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu haben –, dann müssen wir uns nicht schämen, dass wir das auch mit Bundesmitteln finanzieren, denn genau dafür sind sie da. Wir reichen sie an die Universitäten und Hochschulen weiter, und ich finde das auch richtig. Was daran falsch sein soll, müssen Sie mir erst einmal erklären. Das ist unsere Aufgabe als Land Berlin, als der Wissenschaftsstandort in der Bundesrepublik Deutschland mit einer europaweiten und internationalen Reichweite und Relevanz. Was daran falsch sein soll, dass wir das auch mit Bundesmitteln finanzieren, verstehe ich nicht. Ich glaube, wir haben einen ganz guten Haushalt vorgelegt. Wir haben parlamentarisch noch ein bisschen nachgesteuert, zum Beispiel dadurch, dass wir die Landeskonferenz der Frauenbeauftragten und die Arbeitsgemeinschaft Geschlechterforschung mit einer Geschäftsstelle absichern.

[Beifall von Katalin Gennburg (LINKE)]

Von meiner Seite spricht nichts dagegen, dem guten Herzens zuzustimmen. Das ist das erste Mal, dass ich das über den Wissenschaftshaushalt in diesem Land sagen kann.

[Beifall bei den GRÜNEN, der SPD und der LINKEN]

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