Zur Person

Alle reden von Bildungspolitik - wir machen sie!

Bündnis 90/Die Grünen sind derzeit die einzige Partei, bei der Bildung nicht nur Schule und vielleicht auch noch Kita heißt - wenn wir von Bildung reden, meinen wir damit viel mehr, dann reden wir z.B. auch von Ausbildung, von Hochschulen, von Weiterbildung und lebenslangem Lernen.
Wir denken Bildung ganzheitlich. Und das nicht nur in Sonntagsreden: Das Recht auf Bildung gilt es für alle zu verwirklichen. Es ist keine Frage von "vergeudeten Humanressourcen", wenn gesellschaftliche Teilhabe direkt an den Bildungsgrad geknüpft ist, und der Bildungsgrad direkt an die Herkunft - es ist eine Frage von Gerechtigkeit! Deswegen erteilen wir der sozialen Auslese und sowohl Vorschul- als auch Studiengebühren eine deutliche Absage, und setzen z.B. auf die Gemeinschaftsschule mit individueller Förderung als Grundprinzip. Ausgrenzung aus der Hochschule durch flächendeckenden Numerus Clausus oder Aufnahmeprüfungen und ein mehr schlecht als recht funktionierendes Studienförderungssystem muss beendet werden - auch aus Gründen sozialer Gerechtigkeit!
Ich setze mich aktiv dafür ein, dass Bachelor- und Masterstudiengänge endlich studierbar werden - und statt Verschulung und Anwesenheitskontrolle individuelles Studieren und Vereinbarkeit mit Familie, Erwerbsarbeit und politischem und sozialem Engagement Leitmotive des neuen Studiums an Berliner Hochschulen werden.

Für ein soziales und ökologisches Europa aller!

Europa ist mehr als nur ein Wirtschaftsraum - aber von uns allen hängt ab, ob das künftige Europa in der Lage ist, soziale Mindeststandards zu garantieren, und Mobilität und Freizügigkeit für alle herzustellen. Für alle heißt dabei: auch für diejenigen, die zum Beispiel keine Arbeit haben. Und gerade in Anbetracht aktueller weltweiter Krisen wie dem Klimawandel oder der Finanzmarktkrise muss Europa eine Vorreiterrolle einnehmen, ob es um ökologische Standards oder wirkungsvolle Regulierungsansätze im Finanzbereich geht. Ich will eine Europäische Union, die sich als soziale und wirtschaftliche Gemeinschaft versteht, die sich ihrer internationalen Verantwortung bewusst ist und sich nicht abschottet - vor allem in den Fragen der Ökologie und des Klimaschutzes! Die "grüne" EU muss demokratisch, transparent und bürgernah sein.
Die EU hat mit den Errungenschaften der innereuropäische Freizügigkeit und Wirtschaftsfreiheit schon viel erreicht. Auch das Zusammenwachsen von Staaten, die sich nach dem Krieg noch misstrauisch beäugt haben wie Frankreich und Deutschland, oder auch Regelungen im Verbraucherschutz sind auf keinen Fall gering zu schätzen.
Aber ich will mehr: Die EU muss sich in den nächsten Jahren in den Bereichen Bürgerrechte und Datenschutz weiterentwickeln und ihren Beitrag in der Bewältigung der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise und im Kampf gegen den Klimawandeln leisten. Und die Europäische Union muss sich dringend auch als soziale Kraft profilieren, denn die EU-BürgerInnen wollen nicht nur einen Binnenmarkt, sie wollen auch soziale Sicherheit.

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