Werkstattgespräch zum Thema "Wie weiter mit der Bolognareform in Berlin?"

Werkstattgespräch zum Thema „Wie weiter mit der Bolognareform in Berlin?“

Bachelor und Master in Berlin - Erfolgsmodell oder Schrecken ohne Ende?

Offizielles Ziel der Bolognareform ist, durch die möglichst flächendeckende Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge wesentliche Ziele für einen international konkurrenzfähigen europaweiten Wissenschaftsraum, sowie Mindeststandards in der wissenschaftlichen Ausbildung zu erreichen.
In Berlin wurden als die wichtigsten Ziele der Studienreform
• die Verkürzung der durchschnittlichen tatsächlichen Studiendauer,
• die Verbesserung der Betreuungssituation und der Lehrqualität,
• die internationale Vergleichbarkeit und die Internationalisierung der Studiengänge
• sowie die Verbesserung der Mobilität der Studierenden innerhalb Deutschlands, aber auch europa- und weltweit
benannt.
Nachdem in Berlin nun tatsächlich ein Grossteil der Studiengänge auf Bachelor und Master umgestellt wurde, häufen sich jedoch die kritischen Stimmen und Klagen über die Folgen der Reform.

Gut gemeint ist nicht gut gemacht!?

Studierende klagen unter anderem über unflexible Strukturen, eine zu hohe Arbeitsbelastung, mangelnde Freiheit für ein Auslandssemester oder die eigenständige Profilierung im Studium sowie unnötige Zugangsbeschränkungen zu Pflichtmodulen. Lehrende stöhnen über enorm gestiegenen Prüfungs- und Verwaltungsaufwand, sowie mangelnde Informationen über die tatsächlichen Anforderungen der Umstellung. Einige stellen die Frage, ob mit der Reform nicht ganz andere Ziele wie eine Trennung von Kurzzeitstudium für die Massen und wissenschaftliches Studium für nur noch kleine Kreise befördert werden soll.
Selbst die Hochschulleitungen fangen nach langem Zögern an, über eine Reform der Reform nachzudenken.

Daher hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen am 03. Juli 2008 von 15:30-18:00 Uhr zu einem Werkstattgespräch zum Thema "Wie weiter mit der Bolognareform in Berlin?" ins Abgeordnetenhaus von Berlin eingeladen.

Miteinander diskutieren haben:
Anja Schillhaneck, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin
Univ.-Prof. Dr. phil. Dr. h.c. sc. Christine Keitel-Kreidt, Vizepräsidentin der Freien Universität Berlin für Studium und Lehre
Prof. Dr. Michael Heine, Präsident der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik
Silke Cordes, HIS Hochschul-Informations-System GmbH
Dr. Stephan Becker, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Tobias Rossmann, Referent für Lehre und Studium des ReferentInnenRates der HU Berlin und Vertreter der Studierbarkeitsstudie
Moderation: Dr. Anja Kühne, Journalistin, Redakteurin für Wissenschaft und Hochschule, Der Tagesspiegel

Im Fokus der Diskussion standen dabei der Dreiklang Studierbarkeit, Lehrbarkeit und Verwaltbarkeit, die Frage, wie berufsqualifizierend der Bachelor sein muss, und wie praktikable Lösungen für die aktuelle Problemlage aussehen können.

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