"Uni brennt" - Proteste mehr als berechtigt!

„Uni brennt“ – Proteste mehr als berechtigt!

Anja Schillhaneck, hochschulpolitische Sprecherin, erklärt zu den erneuten Protesten an den Universitäten:

"Alle Jahre wieder!" mögen manche lästern, wenn es um die aktuellen Proteste der Studierenden geht. Stimmt. Und genau das ist der eigentliche Skandal! Zentrale Forderungen wie eine Reform der Bolognareform, eine Abschaffung der unsinnigen Zugangsbeschränkungen und Anwesenheitskontrollen oder eine Umkehr zu einem selbst bestimmten Studium statt verschulter Prüfungsaneinanderreihungen werden völlig zu Recht schon seit längerem erhoben. Aber (fast) nichts passiert.

Bündnis 90/Die Grünen unterstützen die Proteste der Studierenden. Nicht nur sie sind von der derzeitigen Schieflage im Hochschulsystem betroffen. Auch die, die wegen der sozialen Selektivität des Bildungssystems von vornherein draußen bleiben müssen, die, die in Zeiten des Flächen deckenden NC vergeblich um einen Studienplatz kämpfen und die NachwuchswissenschaftlerInnen mit prekären Projektkarrieren leiden unter der strukturellen Unterfinanzierung der Hochschulen.

Die allgemeine Erklärung der rot-roten Koalition, im Rahmen der Hochschulverträge werde alles besser, ist höhnisch. Und das Ziel, mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund oder aus sozial benachteiligten Familien den Zugang zur Hochschule zu öffnen, wird gerade von Bundesebene torpediert: Schwarz-Gelb fordert lieber Stipendiensysteme für einige wenige ein statt eine elternunabhängige Studienfinanzierung auf den Weg zu bringen.

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