Super-Uni darf kein Bumerang für die Berliner Unis werden

Super-Uni darf kein Bumerang für die Berliner Unis werden

Anja Schillhaneck, wissenschaftspolitische Sprecherin, erklärt:

Die Verhandlungen über das, was von Zöllners "Super-Uni" noch übrig geblieben ist, scheinen kurz vor dem Abschluss zu stehen. Doch was als Prestigeprojekt für die Berliner Wissenschaftslandschaft geplant war, droht zum Bumerang für die Berliner Universitäten zu werden.

Es ist immer noch unklar, wie viel von dem Geld für das "Institute of Advanced Studies" (auch "Super-Uni" genannt) wirklich bei den Universitäten ankommen wird. Und niemand weiß, wie die "Super-Uni" mittelfristig finanziell abgesichert werden soll. Wir befürchten, dass die Hochschulen spätestens ab 2012 die jetzt im Rahmen des "Masterplanes Forschung" geschaffenen Programme und Institutionen selbst finanzieren müssen. Die Masterplanmillionen würden sich dann als ein Danaergeschenk erweisen, das die nächste Kürzungsrunde an den Berliner Unis einläutet. Darum muss jetzt mindestens die Verstetigung der zusätzlichen Mittel für den Masterplan verbindlich festgeschrieben werden - im Vorgriff auf die im Herbst beginnenden Verhandlungen über die Hochschulverträge.

Die mittelfristige Finanzierung der Hochschulen und die mittelfristige Finanzierung der Exzellenzbemühungen sind nicht voneinander zu trennen. Wissenschaftssenator Zöllner muss den Universitäten zusichern, dass sie mit den Hochschulverträgen in die Lage versetzt werden, die geforderte Leistung in Forschung und Lehre dauerhaft zu erbringen. Dazu muss vor allem eine Lösung für die Pensionslasten gefunden werden. Wer die Hochschulverträge einfach nur fortschreibt, betreibt de facto eine Kürzung. Dann mit dem Masterplan zu winken wäre Augenwischerei, aber keine nachhaltige Hochschulfinanzierung.

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