Studienplatzmangel ist ein Dauerproblem - Berlin ist nicht fit für den Doppel Abi-Jahrgang!

Studienplatzmangel ist ein Dauerproblem – Berlin ist nicht fit für den Doppel Abi-Jahrgang!

Nach den Abiklausuren und Halbjahreszeugnissen sind die angehenden Berliner AbiturientInnen nun auf der Zielgeraden. Passend dazu klopft sich Senator Zöllner selbst auf die Schulter, er habe die Hochschulen fit gemacht für den Ansturm des doppelten Abijahrgangs.

Die heutige Sitzung des Wissenschaftsausschusses hat aber gezeigt, dass der ohnehin große Studienplatzmangel durch den doppelten Abijahrgang noch verschärft wird. Senator Zöllner versucht mit seinen warmen Worten vor allem davon abzulenken, dass der Studienplatzmangel in Berlin ein Dauerproblem ist. Das ist purer Aktionismus mit Blick auf den Wahltag, um zu kaschieren, dass das Problem "doppelter Abijahrgang" seit Jahren bekannt und trotzdem ungelöst ist. Ohne den Hochschulpakt - und damit Bundesmittel - hätte Berlin längst noch viel weniger Studienplätze.

Jedes Jahr bekommen Tausende von StudienbewerberInnen wieder Absagen, es herrscht ein flächendeckender Numerus Clausus, und Rot-Rot tut so, als wäre nur der doppelte Abijahrgang zu bewältigen und nicht noch weitere Probleme. Das ist verantwortungslos und eine durchsichtige Ablenkungstaktik.

Die Hochschulen Berlins nehmen seit Jahren mehr Studierende auf, als ihre Finanzen eigentlich hergäben. Rot-Rot hat in den vergangenen Jahren etliche Studienplätze abgebaut und damit die Lage weiter verschärft.

Sicher, wir freuen uns darüber, dass aus dem Hochschulpakt mehr Plätze für StudienanfängerInnen entstanden sind. Aber zum einen sind diese Studienplätze unterfinanziert, zum anderen sind schon jetzt die Masterstudienplätze knapp. Wenn in drei bis vier Jahren die ehemaligen doppelten Abijahrgänge ins Masterstudium wechseln wollen, wird kein Hochschulpakt und kein Platz für StudienanfängerInnen mehr helfen, ebenso wenig wie die Veränderungen von Zulassungsregeln für eine kleine Minderheit von Berliner AbiturientInnen - nämlich die unter 18. Vorabquoten wie die der bevorzugten Zulassung wegen Krankheit gibt es zudem längst.

Das alles blendet der Senat aus. Berlin braucht keine Placebos, sondern qualitativ gute und auskömmliche Studienplätze!

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