Schwimmunterricht – Prävention von Badeunfällen

Schwimmunterricht – Prävention von Badeunfällen

Anja Schillhaneck, Mitglied des Sportausschusses, sagt zum Schwimmunterricht an Berliner Schulen:

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) bemängelt immer wieder, dass Kinder heutzutage seltener richtig schwimmen lernen. Das ist vor dem Hintergrund der großen Anzahl von Badeunfällen in den Sommermonaten in der Region Berlin-Brandenburg besorgniserregend. Wer als Kind nicht richtig schwimmen lernt und keinen Spaß am Schwimmen entwickelt, lernt das Schwimmen im Erwachsenenalter selten gut.

Der Senat hat über diesen Zustand Kenntnis. Das zeigen zwei schriftliche Anfragen aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Je nach Bezirk kann eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern auch nach dem Schwimmunterricht in der Schule nicht ausreichend gut schwimmen. Im Durchschnitt weisen 18,8 Prozent der SchülerInnen mangelnde Schwimmkenntnisse vor. In manchen Bezirken - wie z.B. in Neukölln - betrifft dies sogar 40,2 Prozent der Kinder. Rot-Schwarz hat aber keinen Überblick über die zugrundeliegenden Ursachen, weil der Unterrichtsausfall an Berliner Schulen nicht fachspezifisch erhoben wird. Ob der Schwimmunterricht aufgrund von Fachlehrermangel oder wegen geschlossener Schwimmbäder ausfällt, bleibt unklar.

Wir fordern den Senat auf, sich endlich um die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner zu kümmern, verlässlich die Ursachen für das mangelnde Schwimmvermögen der Schülerinnen und Schüler zu erheben und Abhilfe zu schaffen. Mit besseren Schwimmkenntnissen ließe sich womöglich der Ernstfall öfter verhindern.

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