Quo vadis Charité? Eine Debatte zur Zukunft der Universitätsmedizin

Quo vadis Charité? Eine Debatte zur Zukunft der Universitätsmedizin

Quo vadis Charité? Eine Debatte zur Zukunft der Universitätsmedizin

"Forschen, Lehren, Heilen - Die Heilige Dreifaltigkeit der Unimedizin" - Unter diesem Titel stand der Abend in der Reihe "forum wissen & gesundheit" am Montag, den 22. September 2014. Geladen hatte der Landesverband Berlin-Brandenburg des Marburger Bundes, als Diskussionsgäste saßen auf dem Podium die Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres, der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Max Einhäupl, der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Abgeordnetenhausfraktion Gottfried Ludewig und ich als zuständige Grüne Fachpolitikerin. Auch der Expert*innentisch war mit Armin Ehl, dem Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes, Herrn Ralf Heyder vom Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V., Dr. med. Günther Jonitz, dem Präsidenten der Ärztekammer Berlin, Katharina Kanthak als Vertreterin der Fachschaftsinitiative Medizin und Prof. Jan Hendrik Olbertz, dem Präsidenten der Humboldt-Universität sehr gut besetzt. Das Grußwort vor den gut 40 interessierten Gästen hielt Prof. Günter Stock, der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, anschließend übernahm der Vorstandsvorsitzende des Marburger Bundes Dr. Peter Bobbert die Moderation des Abends, der eine Bilanz ziehen sollte nach zwei Universitätsmedizingesetzen und der Fusion dreier selbständiger Universitätsklinika.

Im Focus der Diskussion standen demnach vor allem die Erfolge und Misserfolge der Charité bei diesem Zusammenwachsen zu einer der größten universitätsmedizinischen Einrichtung Europas, die Lehren, die aus der bisherigen Entwicklung für das weitere Vorgehen gezogen werden (sollten) - und natürlich auch immer wieder Fragen nach der Finanzierung der Hochschulmedizin allgemein und der Charité im Besonderen. In vielen dieser Punkte stimmten das Podium und der Expert*innentisch weitgehend überein.

Aber bevor soviel politische Einigkeit auch quer über die Parteigrenzen hinweg für Verwirrung sorgen konnte, zeigte sich am Ende bei der Abschlussfrage nach der Zukunftsperspektive der Charité doch noch ein grundlegender Unterschied zwischen Grünen und Senat in der Herangehensweise an die Überarbeitung des UniMedG von 2003. Während Senatorin Scheres trotz Verweis auf die noch nicht abgeschlossene Debatte dazu innerhalb der SPD/Koalition offenbar davon ausgeht, dass das UniMedG ohnehin im Rahmen des Errichtungsgesetzes für das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) angegangen werden muss, plädieren wir weiterhin dafür, diese beiden Dinge zu trennen. Für ein BIG-Errichtungsgesetz gibt es eine parlamentarische Mehrheit, es sollte nicht verknüpft werden mit der Debatte um eine Reform des UniMedG - denn die braucht sehr viel mehr Zeit.

Im Einsteinsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften – Foto Volker Döring Dr. Peter Bobbert, Vorstandsvorsitzender des Marburger Bundes, LV Berlin/Brandenburg, moderierte das Gespräch Mit Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes Reiner Felsberg, Geschäftsführer des Marburger Bundes Berlin/Brandenburg Mit Gottfried Ludewig, MdA und gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion (links) und Prof. Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité (rechts) Katharina Kanthak, Sprecherin der FSI-Charité – Foto Volker Döring Prof. Max Einhäupl – Foto Volker Döring Gottfried Ludewig, MdA, (links) und Sandra Scheeres, Senatorin für Wissenschaft (mitte) – Foto Volker Döring Anja Schillhaneck – Foto Volker Döring

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