Private Hochschulen - nicht alles, was Geld kostet, ist gut!

Private Hochschulen – nicht alles, was Geld kostet, ist gut!

Anja Schillhaneck, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wissenschaftspolitische Sprecherin, sagt zu Senator Zöllners Widerruf der staatlichen Anerkennung gegenüber der privaten Hochschule EDU.CON:

Mit dem Widerruf der staatlichen Anerkennung gegenüber einer privaten Hochschule zieht Senator Zöllner endlich die nötigen Konsequenzen - zumindest im Fall der EDU.CON.

Seit Jahren steigt die Zahl der privaten Hochschulanbieter in Berlin. Oftmals füllen sie mit ihren Studienangeboten eine Lücke, die die öffentlichen Hochschulen des Landes Berlin nicht schließen können, da die derzeitige finanzielle Lage dies nicht zulässt. Gerade im Medien- und Kulturbereich ist die Nachfrage nach Studienplätzen riesig - und wer es sich finanziell leisten kann, dem präsentieren sich die privaten Anbieter als Alternative zu den schlechter ausgestatteten und stark zulassungsbeschränkten öffentlichen Hochschulen.

Leider sind nicht alle Anbieter wirklich seriös. Dass selbst das Siegel "staatlich anerkannt" nicht immer eine Gewähr für Qualität und geordneten Studienbetrieb ist, zeigt die EDU.CON. Im Fall einer anderen privaten Hochschulen wurden Studieninteressierte in dem Glauben gelassen, dass ihr dort zu erwerbender Masterabschluss die Anerkennung als Psychotherapeut ermögliche - was sich nun als falsch herausstellt.

Der Senat ist aufgefordert, die staatliche Anerkennung künftig nicht auf der Basis von Konzepten, sondern von tatsächlich vorhandenen Professorinnen und Professoren sowie Studienplänen zu erteilen, um die Interessen der sich dort Immatrikulierenden zu schützen.

Außerdem muss in der öffentlichen Darstellung der Studienziele und Abschlüsse klar dargelegt werden, was diese 'wert' sind, also ob zum Beispiel eine Anerkennung nach Approbationsordnung, Therapeutengesetz o.ä. möglich ist oder nicht. Und gerade in besonders zukunftsträchtigen Bereichen der Medien- und Gesundheitswirtschaft darf es nicht sein, dass die öffentlichen Berliner Hochschulen viele Studieninteressierte abweisen müssen oder kein Angebot machen. Das kann sich Berlin nicht leisten!

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