ZVS-Nachfolge-System gescheitert - Senatorin Scheeres muss Druck für Hochschulbewerbungsverfahren machen
16.12.2011: Presseerklärung zum 'Dialogorientierten Serviceverfahren' und dessen Scheitern im Praxistest
Seit Jahren kämpfen die Berliner Hochschulen mit dem regelmäßigen Ansturm von BewerberInnen auf die knappen Studienplätze, mit mehrstufigen Zulassungsverfahren und Wartelisten. Studieninteressierte müssen sich zumeist bundesweit bewerben, um die Chance auf einen Studienplatz im Wunschfach zu haben. Seit Jahren ist klar: Nur ein koordiniertes und trotzdem hochschulgenaues Bewerbungsverfahren kann hier ein Ausweg sein. Das sollte das so genannte dialogorientierte Serviceverfahren für die Hochschulzulassung, eine IT-Lösung, leisten. Nun ist Medienberichten zufolge das ZVS-Nachfolge-System gescheitert - und das kurz vor dem Höhepunkt des zu erwartenden Ansturms auf die Studienplätze wegen des doppelten Abiturjahrgangs 2012.
Spätestens jetzt müsste klar sein, dass der Flickenteppich von unterschiedlichen Zulassungsanforderungen, Auswahlverfahren und Sonderregelungen weder für die Hochschulen zweckdienlich ist noch für die StudienbewerberInnen zumutbar. Hier muss endlich gehandelt werden. Als Bundesland mit nahezu flächendeckendem NC und auf Jahre hinaus absehbar äußerst gut nachgefragten Studienplätzen muss sich Senatorin Scheeres jetzt offensiv dafür einsetzen, dass hier endlich etwas geschieht. Sonst müssen die StudienbewerberInnen und die Hochschulen mal wieder die Suppe auslöffeln, die ihnen andere eingebrockt haben.


