Nicht den Universitäten droht der Kollaps - sondern den AbsolventInnen die Warteschleife!

Nicht den Universitäten droht der Kollaps – sondern den AbsolventInnen die Warteschleife!

Anja Schillhaneck, hochschulpolitische Sprecherin, erklärt:

Wenn 2012 gleich zwei Jahrgänge auf einmal das Abitur erhalten, steht nicht nur Berlin vor einem ganz besonderen Problem: Die Zahl der Studienberechtigten (und sicher auch der Studierwilligen) dürfte in etwa doppelt so groß sein, wie sonst üblich. Die Verwaltungen der Berliner Hochschulen werden unter dem Ansturm in die Knie gehen, denn sie werden entsprechend mehr Bewerbungen bearbeiten müssen. Wegen des flächendeckenden Numerus Clausus werden sie allerdings nicht mehr Studierende aufnehmen als sonst, weshalb keineswegs mit aus allen Nähten platzenden Hörsälen zu rechnen ist - jedenfalls nicht mehr als ohnehin schon!

Die Leidtragenden sind die AbiturientInnen des Jahres 2012, die in der ohnehin knallharten Konkurrenz um Studienplätze in begehrten Fächern jetzt schon wissen, dass man in vielen Fällen ohne die 1 vor dem Komma keine Chance hat. Und Leidtragende werden auch alle anderen SchulabgängerInnen sein. Denn was ist vielen Arbeitgebern der Mittlere Schulabschluss noch wert, wenn gleichzeitig ungeahnt viele AbiturientInnen vor der Tür stehen und sich um Ausbildungsplätze bewerben, weil sie kein Studium aufnehmen können?

Schuld an dem Schlamassel sind der Senat und auch die Kultusministerkonferenz. Das Problem war absehbar. Allein Berlin hat seit den Neunzigerjahren Zehntausende Studienplätze abgebaut, die jetzt gebraucht würden. Und Berlin ist nicht das einzige Bundesland mit diesem Problem. Außer einem halbherzigen ‚Hochschulpakt’, der im Jahr des doppelten Abijahrgangs ausläuft, haben die Länder aber bislang nichts zu Stande gebracht. Hier ist der KMK-Vorsitzende gefragt - Senator Zöllner, übernehmen Sie!

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