Hochschulpolitischer Wahlcheck - ein Nachmittag an der Alice-Salomon-Hochschule

Hochschulpolitischer Wahlcheck - ein Nachmittag an der Alice-Salomon-Hochschule

Hochschulpolitischer Wahlcheck – ein Nachmittag an der Alice-Salomon-Hochschule

Kurz vor Ende der Vorlesungszeit fand an der Alice-Salomon-Hochschule eine interessante Podiumsdiskussion statt als "Hochschulpolitischer Wahlcheck". Während alle vertretenen Parteien (neben Bündnis 90/Die Grünen auch SPD, Linke und Piraten) die herausragende Rolle der Berliner (Fach)Hochschulen würdigten und sich in breiter Einigkeit für eine solide Grundfinanzierung aussprachen (damit aber wahrscheinlich graduell unterschiedliches meinten), taten sich bei der Frage nach einem Promotionsrecht für Fachhochschulen dann doch größere Unterschiede auf: Während die SPD hier sehr skeptisch und geradezu ablehnend ist und sich Linke und Piraten uneingeschränkt dafür aussprachen, ist unsere grüne Position hier etwas differenzierter. Wir halten ein generelles Promotionsrecht für Fachhochschulen nicht für pauschal notwendig (vor allem, wenn die betroffenen Hochschulen dieses nicht von sich aus wollen), wohl aber die erhebliche Verbesserung der Zusammenarbeit der Unis mit den DFHn in diesem Bereich. Und in Fächern, in denen es keine universitäre Anbindung gibt - was gerade im Bereich der sozialen und gesundheits-/pflegewissenschaftlichen Studiengängen, die an der ASH stark vertreten sind, oft ist - kann genau diese Situation eins fachspezifisches Promotionsrecht für einzelne Hochschulen fast schon zwingend nötig sein, um hier fachwissenschaftliche Weiterentwicklung und wissenschaftliche Qualität zu sichern.

Nur wir Grünen, so erschien es in der Debatte zumindest, haben außerdem die besonderen Probleme auf dem Schirm, die das reformierte Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WisszeitVG, eine Art Sonder-Arbeits- und Befristungsrecht für den wissenschaftlichen Bereich) für die Fachhochschulen in Berlin produziert. Für uns ist klar: Wer sagt, dass gute Arbeit gut bezahlt werden muss, und dass Daueraufgaben auf Dauerstellen erledigt werden sollen, der muss auch bei den Hochschulverträgen die Konsequenz ziehen, und die Hochschulen entsprechend ausstatten - damit Qualitätsmanagement, Career Services & Co. auch an den FHn künftig nicht aus diesem, jenem oder solchem Projekttopf befristet finanziert und mit befristeten Stellen ausgestattet werden, sondern endlich richtig. Denn genau hier verbietet das WisszeitVG künftig die bisherige Praxis.

Hoffentlich erinnern sich auch alle anderen Parteien bzw. deren Vertreter*innen nach den Wahlen und bei den nächsten Hochschulverträgen noch an ihre Worte und ihr Bekenntnis zu den Berliner (Fach)Hochschulen.

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