Hochschulpolitik: Senat handelt unverantwortlich angesichts doppelter Abi-Jahrgänge und Aussetzung der Wehrpflicht

Hochschulpolitik: Senat handelt unverantwortlich angesichts doppelter Abi-Jahrgänge und Aussetzung der Wehrpflicht

Anja Schillhaneck, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wissenschaftspolitische Sprecherin, sagt zur Hochschulpolitik des rot-roten Senats:

Die Sitzung des Wissenschaftsausschusses hat mal wieder deutlich vor Augen geführt, dass der Senat unverantwortlich handelt und die Hochschulen mit ihren Problemen alleine dastehen lässt. Im Wintersemester 2011 kommen auf die Hochschulen die ersten doppelten Abiturjahrgänge und außerdem die Folgen der Aussetzung der Wehrpflicht zu. Das bedeutet für die Hochschulen deutlich mehr Bewerbungen um nicht vorhandene Studienplätze.

Zu den Folgen der Aussetzung der Wehrpflicht beharrt der Senat - wie alle Länder - darauf, der Bund sei dafür zuständig. Ob die Hochschulen tatsächlich jemals angemessen für die von ihnen vorfinanzierten Studienplätze aus den Vereinbarungen des Hochschulpaktes vergütet werden, steht auch in den Sternen.

Wenn zum Wintersemester 2011/12 nicht noch viel mehr StudienbewerberInnen vor der Tür abgewiesen werden sollen, müssen sofort Lösungen entwickelt werden. Studienplätze kann man nicht spontan dazu erfinden oder von jetzt auf gleich einrichten!

Rot-Rot hat viel zu lange beim Studienplatzabbau mitgemacht und gibt den Hochschulen keine ausreichende Planungssicherheit. Die Koalition trägt die Verantwortung dafür, dass der häufigste Satz, den die Berliner Hochschulen nächstes Jahr an ihre BewerberInnen richten werden, mit den folgenden Worten beginnt: "Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen,...".

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