Geht doch: Gemeinsam für "Jugend trainiert für Olympia" und "Jugend trainiert für Paralympics"

Geht doch: Gemeinsam für „Jugend trainiert für Olympia“ und „Jugend trainiert für Paralympics“

Wenn am 9.Mai 2014 in der Berliner Max-Schmeling-Halle die PreisträgerInnen der diesjährigen Frühjahrsfinale von "Jugend trainiert für Olympia" (JTFO) und "Jugend trainiert für Paralympics" (JTFP) geehrt werden, liegt ein Schatten über der Veranstaltung - denn möglicherweise findet sie zum letzten Mal statt. Grund: Die finanziellen Zuwendungen von Bundesebene sollen in 2014 um die Hälfte gekürzt und ab 2015 eingestellt werden.

Das zuständige Bundesministerium des Inneren hält sich plötzlich für eher nicht mehr zuständig, so ist den Äußerungen zu entnehmen, weil es sich hierbei angeblich nicht um Förderung des Leistungssportes handele. Die Wettbewerbe, bei denen zunächst auf Bundeslandebene die besten Schülerinnen und Schüler darum konkurrieren, zu den Finalen fahren zu dürfen, und dann die bundesweit besten gekürt werden, sei einfach eine besondere Art von Schulsport. Demnach läge die Zuständigkeit bei den Bundesländern und den für Schule zuständigen Ministerien. Die Position ist nicht nachvollziehbar - nicht aus einer parlamentarischen Perspektive, und auch nicht für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) oder auch die Deutsche Schulsportstiftung (DSSS)

Den ersten Hinweis, dass die Mittel von der Streichung bedroht sind, haben wir im Abgeordneten übrigens von einem Anzuhörenden im Rahmen der Sportausschuss-Anhörung zu Inklusion im Sport bekommen - bedauerlich, dass der Bund offenbar in dieser Sache einfach im Rahmen der Haushaltsaufstellung beschlossen hat, in diesem Bereich zu streichen, ohne sinnvoll eine Lösung mit den Bundesländern zu suchen oder diese (vor allem: die Haushaltsgesetzgeber) zumindest sinnvoll vorab zu informieren. Wenn der Bund jetzt behauptet, die Länder seien zuständig, dann wird es nicht lange dauern, bis die Bundesländer z. B. anfangen, die Kosten für die Bundeskader an den Eliteschulen des Sports gegenzurechnen. Sinnvoll wäre das nicht - aber wenn es nur um die Frage geht, wer für welche Zahlungen zuständig ist, dann wird das die Folge sein. Dem Ziel einer gemeinsamen Sport- und Nachwuchsförderung dient das nicht. Von daher ist nur zu hoffen, dass der Bund einlenkt.

Der Antrag aller fünf Fraktionen findet sich hier

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