Fachgespräch zur Hochschulpolitik - 6 Thesen zur Berliner Wissenschaftslandschaft

Fachgespräch zur Hochschulpolitik – 6 Thesen zur Berliner Wissenschaftslandschaft

"Lassen Sie uns über Revolution reden oder einfach die Hochschule neu denken." Unter diesem offenen und ehrgeizigen Motto veranstaltet die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus im Berliner Wissenschaftsjahr 2010 eine Reihe von Fachgesprächen, die mit einem Kongress im September endet.

Hochkarätige ReferentInnen werden erwartet. Die wissenschaftspolitische Sprecherin, Anja Schillhaneck, und die gleichstellungspolitische Sprecherinnen, Anja Kofbinger, laden für die nächste Runde am Donnerstag, 10. Juni, 16 bis 19 Uhr, ins Abgeordnetenhaus, Niederkirchner Str. 5, 10111 Berlin, ein. Thema des Fachgesprächs: "Wie misst man gute Wissenschaft und Lehre? Anerkennungssystem und Rekrutierungsmechanismen auf dem Prüfstand". Ziel der gesamten Reihe ist es, Eckpunkte für ein neues Berliner Hochschulgesetz zu entwickeln.

Anja Schillhaneck hat am Dienstag anlässlich dieser Reihe ihr Papier "6 Thesen zur Berliner Wissenschaftslandschaft" vorgelegt. "Die Wissensgesellschaft stellt andere Anforderungen an die Forschungs- und Bildungsinstitutionen, als das traditionelle Hochschulsystem bieten kann", sagt die wissenschaftspolitische Sprecherin. Deshalb stelle sich die Frage, auf welchen Weg sich die Hochschullandschaft des 21. Jahrhunderts machen soll. "Zentral ist dabei auch die Frage, wer wie und warum an welche Hochschule geht und was sie oder er dort machen will und kann - und zu welchen Ergebnissen die derzeitigen Mechanismen zum Beispiel bei der Auswahl von MitarbeiterInnen und HochschullehrerInnen führen. Diesen Punkt wollen wir vor allem bei unserer Veranstaltung am Donnerstag beleuchten."

"Wie machen wir Arbeitsplätze an Hochschulen modern und attraktiv?", ist ein weiteres Themenfeld, mit dem sich Schillhaneck in ihrer Reihe befassen will. Zudem dürfe das Studium in einer Wissensgesellschaft nicht nur für eine kleine, akademisch vorgebildete Gesellschaftsschicht zugänglich sein. "Hochschulfinanzierung darf kein Tabuthema sein."

In dem Thesenpapier heißt es: "Gesellschaften ändern sich und passen sich ihrer Umwelt und Zeit an. Daher müssen auch Hochschulen langfristig in der Lage sein, selbstständig und im Dialog mit der Gesellschaft auf diese Veränderungen zu reagieren." Dafür sei jedoch ein grundlegend anderes Selbstverständnis der Institutionen im Vergleich zum traditionellen Hochschulsystem notwendig.

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