Fachgespräch zum Thema "Wie misst man gute Wissenschaft und Lehre? Anerkennungssystem und Rekrutierungsmechanismen auf dem Prüfstand"

Fachgespräch zum Thema „Wie misst man gute Wissenschaft und Lehre? Anerkennungssystem und Rekrutierungsmechanismen auf dem Prüfstand“

Wissenschaftsjahr 2010 - Zeit für Antworten!
Das Jahr 2010 war "Wissenschaftsjahr" in Berlin - wir wollten aber nicht nur Jubiläen feiern, sondern vor allem die drängenden Zukunftsfragen für unser Wissenschaftssystem angehen. Berlin hat eine lange Tradition herausragender Wissenschaft und innovativer Wissenschaftspolitik. Daran müssen wir anknüpfen, um Berlins Wissenschaft als Ganzes und nicht nur in einigen Exzellenzclustern zukunftsfähig zu machen. Über das "Wie" hat die Abgeordnetenhausfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Wissenschaftsjahr 2010 mit den Beteiligten diskutiert. Unser Ziel dabei war es, Eckpunkte für ein neues Berliner Hochschulgesetz zu entwickeln und mit dem Wissenschaftskongress im September 2010 zu zeigen, wie grüne Wissenschaftspolitik geht: konkret und mit den Akteuren statt gegen sie, innovativ und mit dem Mut, die richtigen und unbequemen Fragen zu stellen - um dann lösungsorientiert die Antworten zu finden!

"Wie misst man gute Wissenschaft und Lehre? Anerkennungssystem und Rekrutierungsmechanismen auf dem Prüfstand"
Das zweite Fachgespräch unserer Reihe am 10. Juni 2010 von 16:00-19:00 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin befasste sich daher mit Rekrutierungs- und Anerkennungsmechanismen. Schon das Werkstattgespräch "Berufungen" im Januar 2009 hat deutlich gezeigt, dass alle Forderungen nach Veränderungen und Verbesserungen in der Hochschule auf das Engste mit zwei Fragekomplexen verknüpft sind: Zum einen mit der Frage, wie sich wissenschaftliches Personal einschließlich HochschullehrerInnen rekrutiert, und zum andern mit der Frage, welche Ideen von guter Forschung und Lehre hinter Rekrutierung und Anerkennung von WissenschaftlerInnen stecken. Auch stellt sich die Frage, wie man gute Lehre und Forschung misst.

Miteinander darüber diskutieren haben:
Dr. Peer Pasternack, Forschungsdirektor des Instituts für Hochschulforschung Wittenberg
Prof. Dr. Michael Heine, Präsident der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Dr. Thomas Kathöfer, Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz
Dr. Edit Kirsch-Auwaerter, Gleichstellungsbeauftragte der Georg-August Universität Göttingen
Moderation: Heidi Degethoff de Campos, Gender Controlling TU Berlin

Wenn nur die Anzahl der Aufsätze und die Menge der Drittmittel zählen, bleiben alle Ideen von stärkerer Betonung von Lehre und auch von Karrierewegen, die außer Wissenschaft auch andere Felder einbeziehen, außen vor. Wenn in Zeiten knapper Kassen Anerkennung von wissenschaftlicher Leistung vor allem über publikumswirksame Wettbewerbe und die Aufbesserung der nicht auskömmlichen Grundausstattung läuft, haben Themen und Personen jenseits des Mainstreams kaum Chancen.
Diese Fragen stellen sich innerhalb der Hochschule, im Verhältnis der Hochschulen untereinander und für die Wahrnehmung der Wissenschaft in der Öffentlichkeit - und letztlich auch für die Wissensgesellschaft als Ganzes. Wir diskutierten auch darüber, was die ungewollten Folgen der traditionellen Rekrutierungsverfahren sind, welche Qualitäten es tatsächlich in der Forschung und in der Lehre braucht und wie wir Chancengleichheit ermöglichen.

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