Fachgespräch zum Thema "Gretchenfrage der Wissenschaftspolitik: Wer finanziert die moderne Hochschule?"

Fachgespräch zum Thema „Gretchenfrage der Wissenschaftspolitik: Wer finanziert die moderne Hochschule?“

Wissenschaftsjahr 2010 - Zeit für Antworten!
Das Jahr 2010 war "Wissenschaftsjahr" in Berlin - wir wollten aber nicht nur Jubiläen feiern, sondern vor allem die drängenden Zukunftsfragen für unser Wissenschaftssystem angehen. Berlin hat eine lange Tradition herausragender Wissenschaft und innovativer Wissenschaftspolitik. Daran müssen wir anknüpfen, um Berlins Wissenschaft als Ganzes und nicht nur in einigen Exzellenzclustern zukunftsfähig zu machen. Über das "Wie" hat die Abgeordnetenhausfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Wissenschaftsjahr 2010 mit den Beteiligten diskutiert. Unser Ziel dabei war es, Eckpunkte für ein neues Berliner Hochschulgesetz zu entwickeln und mit dem Wissenschaftskongress im September 2010 zu zeigen, wie grüne Wissenschaftspolitik geht: konkret und mit den Akteuren statt gegen sie, innovativ und mit dem Mut, die richtigen und unbequemen Fragen zu stellen - um dann lösungsorientiert die Antworten zu finden!

"Gretchenfrage der Wissenschaftspolitik: Wer finanziert die moderne Hochschule?"
"Wie haltet Ihr es mit der Hochschulfinanzierung?" - in Zeiten knapper Kassen ist dies immer noch die schwierigste Frage, der sich politische AkteurInnen stellen müssen und die im Mittelpunkt des dritten Fachgesprächs unserer Reihe am 24. Juni 2010 von 16:00-19:00 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin stand. "Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach..." - Dieses Sprichwort trifft oft auch auf die politische Debatte um die Finanzierung unserer Hochschulen zu. Die Institutionen sollen vielfältige Aufgaben für Land und Gesellschaft erfüllen - doch im Gewirr aus Landes-, Bundes- und Europamitteln, Programmfinanzierungen sowie Mitteln aus der Wirtschaft wird die Schuld für klaffende Finanzierungslücken von einer oder einem Verantwortlichen zum oder zur anderen geschoben. Die Probleme der stetig wachsenden Unterfinanzierung werden jedoch nicht gelöst.

Die immer stärker werdende Fokussierung auf Zweit- und Drittmittel bringt ihre eigenen Probleme für Hochschulen und Land mit sich, ebenso wie das Abwälzen von Landesverantwortung auf Stiftungen oder Sonderprogramme. Wir stellten daher auf der Grundlage der vorigen Fachgespräche die Frage, wie eine sinnvolle Hochschulfinanzierung aussehen muss. Wie viel soll das Land leisten und beeinflussen, wie groß der Einfluss von Auftragsforschung oder Sonderprogrammen sein? Wer finanziert eigentlich die Hochschule des 21. Jahrhunderts?

Miteinander darüber diskutieren haben:
Peter Lange, Kanzler der Freien Universität Berlin
Jochen Esser, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin
Brigitte Göbbels-Dreyling, stellvertretende Generalsekretärin der Hochschulrektorenkonferenz
Dr. Andreas Poltermann, Leiter Politische Bildung Inland der Heinrich Böll Stiftung
Moderation: Anja Schillhaneck, wissenschaftspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin

part

Leave a Reply

Close
Close

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.

Close

Close