Fachgespräch zum Thema "Den Wissenschaftsmythos aufbrechen: Hochschulen in der modernen Wissensgesellschaft"

Fachgespräch zum Thema „Den Wissenschaftsmythos aufbrechen: Hochschulen in der modernen Wissensgesellschaft“

Wissenschaftsjahr 2010 - Zeit für Antworten!
Das Jahr 2010 war "Wissenschaftsjahr" in Berlin - wir wollten aber nicht nur Jubiläen feiern, sondern vor allem die drängenden Zukunftsfragen für unser Wissenschaftssystem angehen, wie die Reform der überholten Personalstruktur und der schlecht studierbaren Studiengänge oder die längst überfällige Öffnung der Wissenschaft für neue gesellschaftliche Gruppen und Ideen. Auch die ewigen Fragen von Gleichstellung und Chancengleichheit sollten bearbeitet und die Aufgaben einer Wissenschaft in der Wissensgesellschaft klargestellt werden. Und nicht zuletzt wollten wir die Frage "Wie holen wir die Wissenschaft aus ihrem Elfenbeinturm in die Mitte der Gesellschaft?" beantworten.

Wir haben in Berlin eine lange Tradition herausragender Wissenschaft und innovativer Wissenschaftspolitik. Daran müssen wir anknüpfen, um Berlins Wissenschaft als Ganzes und nicht nur in einigen Exzellenzclustern zukunftsfähig zu machen. Über das "Wie" hat die Abgeordnetenhausfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Wissenschaftsjahr 2010 mit den Beteiligten diskutiert. Unser Ziel dabei war es, Eckpunkte für ein neues Berliner Hochschulgesetz zu entwickeln und mit dem Wissenschaftskongress im September 2010 zu zeigen, wie grüne Wissenschaftspolitik geht: konkret und mit den Akteuren statt gegen sie, innovativ und mit dem Mut, die richtigen und unbequemen Fragen zu stellen - um dann lösungsorientiert die Antworten zu finden!

"Den Wissenschaftsmythos aufbrechen: Hochschulen in der modernen Wissensgesellschaft"
Das erste Fachgespräch unserer Reihe am 27. Mai 2010 von 16:00-19:00 Uhr im Abgeordnetenhaus von Berlin befasste sich daher mit der grundlegenden Frage, welche Rolle und Aufgaben die Hochschulen künftig haben sollen und müssen, damit eine Wissensgesellschaft erreicht und funktionieren kann. Wie können wir Chancengleichheit aller Gesellschaftsschichten sowie Gleichstellung der Geschlechter ermöglichen, wie die Hochschulen öffnen? Ebenso wurde darüber diskutiert, welche Voraussetzungen den Hochschulen und der Wissenschaft für die Bewältigung neuer - oder auch alter - Aufgaben geboten werden müssen.

Miteinander diskutieren haben:
Krista Sager, Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen für Wissenschafts- und Forschungspolitik
Brigitte Göbbels-Dreyling, stellv. Generalsekretärin der Hochschulrektorenkonferenz
Prof. Dr. Beate Krais, Professorin für Soziologie an der TU Darmstadt
Dr. Ulrich Schreiterer, Wissenschaftszentrum Berlin
Moderation: Anja Schillhaneck, wissenschaftspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Bündnis 90/Die Grünen

Neben den bereits beschriebenen Fragestellungen wurden auch die Funktion der Hochschulen als "kultureller Kern der Gesellschaft, der Wissen bewahren, sammeln generieren, aber vor allem auch die existierenden Wissensbestände weiterentwickeln soll" sowie die notwendige Enthierarchisierung des traditionellen Hochschulsystems, bei dem alle Hochschultypen gleichberechtigt nebeneinander stehen sollen, thematisiert.

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