Europa feiern!

Europa feiern!

Europa feiern!

Am Freitag, 9. Mai, war Europatag. Eine schöne Gelegenheit, um über das Wochenende die Vielfalt Europas zu feiern, mit Gesprächen und Podiumsdiskussionen aber auch vor allem mit Musik und Essen. Als europapolitische Sprecherin meiner Fraktion war es mir wichtig zu erleben, wie Europa auf der lokalen Ebene wahrgenommen wird. Ich wollte den Puls von Europa in den Kiezen messen, sozusagen.

Zunächst ging es nach Hellersdorf Nord. Dort organisierten die Mitglieder der Fraktionen der BVV ein buntes Europafest, um ein Zeichen gegen die NPD und andere rechte Organisationen zu setzen. Jenseits der politischen Ständen waren auch diverse Ortsvereine vertreten, sowie zahlreiche Spiele und Aktivitäten für Kinder. Sonne und leckeres Kuchen gab es auch! Der Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD), Gabriele Hiller (MdA für Die Linke), Fabio Reinhardt (MdA für die Piraten), Birga Köhler (CDU) und ich haben über Europa unter sonnigem Himmel diskutiert. Obwohl Europa überall in den Medien ist, bleibt es manchmal schwierig zu begreifen, dass das Projekt der Europäischen Union viel mehr als Finanzkrise und Verlust der Souveränität bedeutet. Was bedeutet Europa? Was kann es für uns? Warum ist Europa für unser Leben so wichtig? Dies waren alle Fragen, die uns in Hellersdorf beschäftigt haben. Denn wir hatten alle dasselbe Ziel: die Bürgerinnen und Bürger anzuregen, sich für Europa einzusetzen und zur Europawahl am 25. Mai zu gehen.

Am darauffolgenden Samstag bin ich zum Europafest ins FEZ-Berlin gefahren. Dort war ich am grünen Stand für Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern verfügbar. Zum 10. Europafest wollte das FEZ-Berlin jungen Menschen und Familien vermitteln, wie vielfältig die europäische Kultur ist und vor allem welche Möglichkeiten jede*r einzelne Bürger*in hat, sich aktiv an den demokratischen Entscheidungsprozessen der Europäische Union zu beteiligen. Demokratie, Klimaschutz und erneuerbare Energien waren sowohl Themen vom Bühnenprogramm als auch von mehreren Mitmachaktionen.

Am Sonntag, 11. Mai, war ich zunächst beim Straßenfest der Nationen am Prager Platz in Charlottenburg-Wilmersdorf. Hier war es kein Europafest im engeren Sinn, sondern ein Fest der Völkerverständigung und des friedlichen Zusammenlebens vieler Nationen in Berlin. Selbst in diesem Bezirk sind über 100 Nationen vertreten. Anlässlich des 20. Jubiläums der Städtepartnerschaft Berlin-Peking war dieses Jahr China das Partnerland des Festes. Und wo es um friedliches Zusammenleben geht, kann man sicher sein, dass Europa auch eine wichtige Rolle spielt. So wurde ein Polit-Talk zur Europawahl durch Ulli Zelle von der rbb moderiert. Ich diskutierte mit Politikerinnen und Politikern der Parteien SPD, CDU, FDP und Die Linke über die wichtigsten und aktuellsten Europathemen: Klimaschutz, Finanzkrise, TTIP-Freihandelsabkommen und Flüchtlinge. Das Wetter war etwa launisch aber es hat Spaß gemacht, mal wieder der FDP zu erklären, dass erneuerbare Energien viel billiger sind als Atomenergie.

Direkt danach fuhr ich zum Europafest auf dem Kollwitzplatz, das vom Pankower grünen Kreisverband organisiert wurde. Dort wurde unter dem Motto "Europa gemeinsam leben" die Vielfalt Europas mit Spielen, Musik, Essen und Politik gefeiert. So hielt ich eine Rede zur Bedeutung von Jugend- und Bürger*innenaustauschen auf europäischer Ebene. Denn für mich stellt die persönliche Begegnung einer anderen Kultur das beste Instrument gegen Intoleranz und für Demokratie dar. Cem Özdemir, MdB und Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, nahm auch am Fest teil und sprach von Eurokrise und europäische Solidarität auf der Bühne. Zu dem Zeitpunkt kamen Schüler*innen aus der deutsch-griechischen Homer Grundschule, um auf die geplante Schließung ihres europäischen Zweigs aufmerksam zu machen. Auf diesem Europafest konnte man griechische Moussaka und ukrainische Bortsch essen, Quizfragen zu den verschiedenen EU-Ländern beantworten, zu griechischer Live-Musik tanzen und sogar mit einem "Heißen Draht" durch Europa etwas zu den Energiemixen der EU-Staaten lernen. Last but not least: Ein holländischer Künstler befragte die Gäste zu Europa, um eine Mind Map vor Ort zu realisieren. Die Gäste konnten dadurch eine andere, positive Facette Europas erleben, ohne aus den Augen zu verlieren, dass die europäische Idee politisches und zivilgesellschaftliches Engagement braucht.

Letztendlich wurde das Klischee eines nur auf krumme Regulierungen und strenge Sparmaßnahme reduzierten Europas während dieses Wochenendes stark gebrochen. Auch wenn der Euroskeptizismus derzeit Aufwind bekommt, steht Europa immer noch für friedliches Zusammenleben und gegenseitige kulturelle Bereicherung. Und nicht nur für die Fachleute, sondern für die meisten Bürger*innen.

Der grüne Stand in Hellersdorf Europafest in Marzahn-Hellersdorf Podiumsdiskussion über Europa in Hellersdorf Podiumsdiskussion über Europa mit SPD, CDU, Linke und Piraten Was bedeutet Europa für uns? Podiumdiskussion in Hellersdorf Die Hellersdorfer Abgeordnete im Bundestag war auch da Grüner Stand auf dem Europafest in Hellersdorf Europazelt in Hellersdorf Europafest in Hellersdorf Europafest in Pankow Alex TV: Interview auf dem grünen Sofa der Europa AG Alle twittern fleißig Rede auf dem Europafest in Pankow Griechische Musik und Tanz auf dem Europafest in Pankow Sogar Michael Kellner war beim Europafest in Pankow Griechische Moussaka Alex TV: Interviewvorbereitung Ludothek Die GLS-Sprachschule auf dem Europafest in Pankow Mind Map auf dem Europafest in Pankow Cem Özdemir auf dem Podium beim Europafest in Pankow Der heiße Draht um Europa und die Energiemixe Schüler∗innen kämpfen für den Erhalt der Homer Europaschule in Pankow Die Tram Berta auf dem Europafest in Pankow Die Landesvorsitzende Bettina Jarasch war auch auf dem Europafest in Pankow Die Tram Berta auf dem Europafest in Pankow

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