Einstein-Stiftung nicht gegen den Willen der Hochschulen errichten

Einstein-Stiftung nicht gegen den Willen der Hochschulen errichten

Anja Schillhaneck, wissenschaftspolitische Sprecherin, erklärt:

Zum zweiten Mal hat sich der Akademische Senat der FU in der vergangenen Woche deutlich gegen Pläne von Senator Zöllner gewandt. Diesmal gegen das, was von der Super-Uni übrig geblieben ist, nämlich die Einstein-Stiftung. Das sollte dem Senator zu denken geben. Das Problem ist nicht, wie er gerne mal formuliert, dass die Präsidenten sich durchsetzen müssten gegen ihre Gremien. Im Gegenteil: Dass Herr Lenzen erklärt, nicht gegen den erklärten Willen seiner Universität und deren Gremien zu handeln, begrüßen wir. Gerade an der FU, die in den letzten Jahren nun nicht gerade als Hort blühender Demokratie bekannt war, ist dies ein wichtiges Zeichen.

Das Problem ist ein anderes: Die Stiftung geht keines der zentralen Probleme unserer Berliner Hochschullandschaft an - nicht die Unterfinanzierung, nicht die notwendige kritische Überarbeitung der Bachelorreform, nicht die Frage der Qualität von Studium und Lehre, die mangelnden Mitbestimmungsmöglichkeiten der Hochschulmitglieder oder die Arbeitsbedingungen von NachwuchswissenschaftlerInnen, um nur einige zu nennen.

Die Universitäten sind zu Recht skeptisch, was den Nutzen dieses Prestigeprojektes angeht. Derzeit nutzt es nur einem, nämlich dem Senator, der dringend endlich eigene Erfolge vorweisen muss. Jenseits davon ist es vor allem eines: teure weiße Salbe.

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