DOSB-Präsidium für Bewerbung Berlins oder Hamburgs für 2024

DOSB-Präsidium für Bewerbung Berlins oder Hamburgs für 2024

Wenig überraschend hat das Präsidium des DOSB heute dann auch offiziell festgelegt, dass man erst im März 2015 entscheiden will, ob sich Berlin oder Hamburg um die Olympischen und Paralympischen Spiele bewerben sollen. Etwas überraschender ist, dass man beim DOSB an einer Bewerbung für 2024 festhalten will, auch wenn so ein Zeitplan hochgradig ambitioniert ist. Und dass man das schon am 6.12.2014, also vor der IOC-Reformsitzung, entscheiden will.

Spontane Kommentierung meinerseits dazu:

1. Schön, dass wir jetzt wenigstens einen verbindlichen Zeitplan haben, nachdem sich genau das ja schon in den letzten Wochen abgezeichnet hat. Der ist, wenn es nun wirklich um 2024 geht, aber mindestens als ambitoniert zu bezeichnen.

2. Das heißt immernoch, dass der DOSB sein grundsätzliches "Go!" zu einer Bewerbung für 2024 gibt, bevor wir wissen, wie weit das IOC reformbereit und -fähig ist. Da aber die IOC-Reform für Viele eine wichtige Vorbedingung darstellt, bin ich skeptisch, dass das so eine gute Idee ist. Der DOSB muss dann auch darauf gefasst sein, dass die Reform des IOC möglicherweise nicht weit genug geht - und die Berliner*innen und oder Hamburger*innen möglicherweise deswegen eine Bewerbung ablehnen könnten.

Wir haben als Grüne klargemacht, dass für uns eine Bewerbung nur dann infrage kommt, wenn einerseits eine partizipative Konzeptentwicklung und letztlich Entscheidung der Berliner*innen über eine Bewerbung im Zentrum stehen, aber auch, dass ohne eine Klärung der Finanzierungsfragen und eine grundlegende IOC-Reform aus unserer Sicht eine Bewerbung, egal ob für 2024 oder 2028, keine gute Idee wäre. Unser Antrag im Plenum hierzu hier.

Die ausführliche Stellungnahme des DOSB gibt es hier.

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