Doppelte Abiturjahrgänge: Senatorin Scheeres steckt Kopf in den Sand

Doppelte Abiturjahrgänge: Senatorin Scheeres steckt Kopf in den Sand

Mit den jeweils zwei Abiturjahrgängen in Berlin und Brandenburg stehen die Berliner Hochschulen vor einer großen Herausforderung. Zwar bezeichneten sich die Hochschulen in der heutigen Anhörung als "gut gerüstet" - wer aber die starke Nachfrage nach Studienplätzen in Berlin schon in den letzten Semestern betrachtet, kann wohl kaum so ruhig bleiben, wie es Senatorin Scheeres in dieser Angelegenheit tut.

Seit Jahren ist bekannt, wann die doppelten Abiturjahrgänge an die Hochschulen (und in Ausbildungsplätze) drängen werden. Der genau deswegen aufgelegte "Hochschulpakt" zwischen Bund und Ländern ist in Berlin nicht einmal in der Lage, die vorhandene übliche Nachfrage gut zu befriedigen. Ein Flächendeckender Nummerus Clausus und umständliche Bewerbungsverfahren sind längst die Regel. Die Situation wird sich im Sommer noch verschärfen. So zu tun, als sei das Problem gelöst - oder aber schlicht nicht lösbar - ist ein Armutszeugnis. Es reicht nicht, einfach nur den Kopf in den Sand zu stecken und den KritikerInnen Panikmache vorzuwerfen. Selbst die Hochschulen weisen auf die mittelfristigen Herausforderungen hin, die im Bereich Masterstudienplätze entstehen werden.

Die doppelten Abiturjahrgänge derzeit zeigen nur besonders deutlich auf, welches Problem nicht gelöst ist: Es gibt insgesamt zu wenig Studienplätze, und die Zahl der benötigten Studienplätze wird Berlin nicht allein finanzieren können. Senatorin Scheeres sollte ihre Anstrengungen auf Bundesebene in diese Richtung fokussieren - denn "Berliner Studienplätze nur für BerlinerInnen" geht erstens nicht, und wäre zweitens absolut falsch.

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