Charité rechnet sich Studienkapazitäten klein

Charité rechnet sich Studienkapazitäten klein

Anja Schillhaneck, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wissenschaftspolitische Sprecherin, erklärt:

Studienplätze sind in Berlin Mangelware - wie man am flächendeckenden Numerus Clausus sieht. In der heutigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses hat sich am Beispiel der Charité gezeigt, mit welchen Methoden Studienplatzkapazitäten regelmäßig kleingerechnet werden: Da in der Medizin für den klinischen Studienabschnitt die Studienplätze traditionell auf Basis der verfügbaren Betten der beteiligten Krankenhäuser berechnet werden, hat die Charité kurzerhand die Zusammenarbeit mit den akademischen Lehrkrankenhäusern aufgekündigt.

Genug Personal für die Lehre hätte sie eigentlich - das streitet die Charité selbst nicht ab. Den Ausführungen des Prodekans für das Studium, Prof. Dr. Gross, heute im Ausschuss konnte man aber entnehmen, dass es den wirtschaftlichen Interessen der Charité widersprechen würde, wirklich in vollem Umfang Studierende auszubilden. Das allein ist schon skandalös für eine universitäre Einrichtung, die aus Steuergeldern finanziert wird!

Schlichtweg absurd wird es aber, wenn klar ist, dass die Charité nicht einmal weiß, wie viel Lehrkapazität im klinischen Abschnitt sie eigentlich hätte! So fahrlässig darf man mit den Chancen auf einen Studienplatz nicht umgehen. Wir erwarten von der Charité, dass sie nachvollziehbar darlegt, wie viele Studierende durch sie ausgebildet werden könnten. Und mit welcher - haltbaren! - Begründung sie gegenwärtig davon absieht, wie alle anderen Hochschulen mit zulassungsbeschränkten Studiengängen, ihre Kapazitäten voll auszuschöpfen.

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