Charité - kurzsichtige Kapazitäts-Planung verschlechtert Ausbildungsqualität!

Charité – kurzsichtige Kapazitäts-Planung verschlechtert Ausbildungsqualität!

Anja Schillhaneck, wissenschaftspolitische Sprecherin, erklärt:

Lehre am Krankenbett darf nur noch in Charité-eigenen Häusern erfolgen, so hat es der Fakultätsrat vor einigen Monaten beschlossen. Nun zeigt sich, welche Konsequenzen dies für die Studierenden hat: Sie müssen darauf verzichten, in Einrichtungen der Spitzenmedizin wie dem Herzzentrum Berlin direkt am Krankenbett unterrichtet zu werden. Das ist ein großer Verlust für die Medizin-StudentInnen in Berlin!

Hintergrund dessen ist die leidige Kapazitätsfrage: Studienplätze in der Medizin werden entweder nach Klinikbetten oder nach Lehrpersonal berechnet. Bislang hatte die Charité nach Klinikbetten gerechnet und sich darauf ausgeruht, dass per Gesetz 600 Studierende pro Jahr festgelegt sind. Diese Zahl ist nicht länger realistisch.

Doch anstatt eine ehrliche Berechnung auf den Tisch zu legen, wie viele Studierende die Charité mit dem vorhandenen Lehrpersonal ausbilden könnte, kündigt sie lieber die Verträge mit den Lehrkrankenhäusern. Das schadet vor allem den Interessen der Medizinstudierenden - und denen, die trotz eigentlich vorhandener Studienkapazitäten nicht in Berlin studieren können.

Die Charité ist hier gefordert, nicht weiter ihre Studienplatzzahlen im klinischen Abschnitt zurechtzurechnen, sondern eine Lösung im Interesse der Studierenden und auch der Krankenhäuser zu finden!

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