Berlin bewegt - grüne Ideen zur Sportstadt Berlin

Berlin bewegt - grüne Ideen zur Sportstadt Berlin

Berlin bewegt – grüne Ideen zur Sportstadt Berlin

"Berlin ist Sportstadt, und das auf ganz vielen verschiedenen Ebenen: Hunderttausende Menschen treiben im Verein oder selbst organisiert Sport; Olympiastützpunkt, drei Eliteschulen des Sports, sechs Proficlubs und eine Vielzahl von Bundesliga-Mannschaften von Basketball bis Rudern stehen für die Breite der Spitze in Berlin; DFB-Pokalfinale und Berlin Marathon locken jährlich Massen nach Berlin; die Sportwirtschaft wird zunehmend zu einem wichtigen Wirtschaftszweig; und ob Kiting oder Tai Chi auf dem Tempelhofer Feld, Kicken auf dem Bolzplatz oder Reiter*innen und Orientierungsläufer*innen im Grunewald: Überall wird jederzeit Sport getrieben.

Alles gut also?

Mitnichten. Der zunehmende Verfall von Sportflächen, Schwimmbädern und Turn- und Sporthallen ist seit Jahren ein Thema. Die Finanzierung des Landessportbundes und damit eines wesentlichen Teils des vereins- und verbandsgebundenen Sports bleibt an unsichere Höhe von Lottomitteln
gebunden. Trotz vollmundiger Ankündigungen zu einem „Solidarpakt Sport“ schafft es dieser Senat nicht, die Finanzierung des Breitensports auf solide Füße zu stellen. Alternativen und neue Wege werden nicht einmal diskutiert. Der Senat bleibt einfach bei der bisherigen Praxis seiner oft gutsherrlich daherkommenden Art der Geldzuweisung aus Haushaltsmitteln ohne genaue Zweckbindung und in direkter Kontrolle. Darunter leiden nicht nur Bereiche wie Frauen und Mädchensport oder Inklusion."

So beginnt der Beschluss der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, der am vergangenen Freitag auf der Winterklausur getroffen wurde. Als externe Gästen waren Roswitha Ehrke vom SV Seitenwechsel e. V. und Kaweh Niroomand, Manager der BR Volleys und Sprecher der Berliner Proficlubs, eingeladen. Themen war einmal die Sportstadt Berlin an und für sich; Kaweh Nieroomand forderte hier deutlich ein, dass Sportpolitik immer die gesamte Breite ansprechen müssen - schließlich seien Breitensport im Verein und außerhalb, Leistungssport, Profis und attraktive Sportveranstaltungen allesamt von einander abhängig. Ein Konzept für die Förderung der Sportstadt Berlin muss alle berücksichtigen.

Sport für alle ist auch ein zentrales Anliegen aus dem heraus der SV Seitenwechsel als Frauen- und Mädchensportverein gegründet wurde, und das ebenfalls im Zentrum grüner Sportpolitik steht. Aber auch ganz aktuelle Themen wie der Sanierungsstau bei Sportstätten und die Herausforderung durch die belegung etlicher Sporthallen als Notunterkünfte werden im Beschluss angesprochen, genauso wie Inklusion oder auch Konflikte durch Lärm.

Der ganze Beschluss ist abrufbar hier.

Andre zehetbauer ISTAF 2001 flickr – CC BY-SA 2.0

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