4-semestriger Master für LehrerInnen muss sein!

4-semestriger Master für LehrerInnen muss sein!

Anja Schillhaneck, wissenschaftspolitische Sprecherin, erklärt:

Für eine qualifizierte Bildungsreform braucht man qualifiziertes Lehrpersonal. Von dieser Einsicht scheinen die Koalitionsfraktionen ebenso wie Bildungssenator Zöllner weit entfernt zu sein, das hat die gestrige Debatte im Wissenschaftsausschuss wieder gezeigt. Die Koalition ist nicht bereit, die Bedenken derjenigen ernst zu nehmen, die einen viersemestrigen Master in der Lehrerbildung fordern. Zöllner erklärte, dass entweder ein Lehrerbedarf bestehe, dann nehme man auch Leute mit einem "Kleinen Master", oder es gebe keine Stellen, dann stelle sich die Frage nicht. Das ist zynisch und für die Berliner Studierenden in den Lehramtsfächern nicht akzeptabel!

Anlass war die wiederholte Beratung der Länge des Masters bei den SonderschullehrerInnen. War es früher einer der Studiengänge mit der längsten Regelstudienzeit, sollen angehende SonderschullehrerInnen künftig nach dem Bachelor (der nicht für das Lehramt qualifiziert) nur ein weiteres Jahr studieren - dann gelten sie als voll ausgebildet, nur das Referendariat fehlt noch. Unklar ist, ob dieser Abschluss in den anderen Bundesländern als gleichwertig zu deren Abschlüssen anerkannt wird. Klar ist hingegen, dass die Zahl der Seminare und Lehrveranstaltungen verringert werden muss, wenn irgendwo Zeit eingespart werden soll gegenüber dem alten Modell mit Staatsexamen.

Bündnis 90/Die Grünen hält hingegen daran fest: Wer die Qualifikation von künftigen LehrerInnen verbessern will, muss auch ein gutes, inhaltlich und strukturell auf das Ziel abgestimmte Studium fordern. Deswegen brauchen wir den viersemestrigen Master - für alle LehrerInnen, egal ob an der Grundschule, dem Gymnasium oder als SonderschullehrerIn.

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